Freiwillige Feuerwehr Kienberg

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1880-1889

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1881

27.Jan: nachts 11 Uhr Brand in Künering Gd. Obing. FFW Kienberg mit Spritze und 50 Mann beteiligt. Man erregte besonders durch die ausgezeichnete Triebkraft der Spritze Auffallen. Im allgemeinen war die Haltung der Mannschaft eine gute, nur durfte mehr Ruhe zu empfehlen sein.

19. Mai: Versammlung: Bei einem Brand in der Pfarrei wird mit Glocken abwechselnd einzeln gelätet. Ist der Brand weiter entfernt, so wird gleichzeitig angezogen, kurz gelätet, öfters wiederholt und bei der Abfahrt der Spritze und Requisitenwagens mit der großen Glocke nochmals kurz geläutet.

10. Aug.: nachts halb 11 Uhr brach beim Stadler im Back- und Waschhaus infolge schadhaften Kamins Feuer aus, welches ab in Folge unserer ausgezeichneten Spritze nach zweistündiger Arbeit vollständig gelöscht und auf den kleinsten Teil des Dachstuhles beschränkt wurde.
Von der FFW Kienberg waren in schnellster Zeit 70 Man am Platze. Was das schnelle Erscheinen der Spritze betrifft, war alles Lob auszusprechen. Merkwürdigerweise erschien von den umliegenden Ortsfeuerwehren trotz 3/4 stündigen Stürmens mit der Glocke auch nicht ein einziger.

1882

24.April: morgens 3 1/4 Uhr Brand in Obing. Die FW rückte mit 30 Mann, Spritze und Requisiten nach dem Brandplatze ab. Dort waren sie bis 1/2 7 Uhr tätig. Leider war von Obing kein Feuerreiter gekommen sonst wäre die Wehr eher am Brandort gewesen.

27. Mai: nachmittags 12 1/4 Uhr brach in Kienberg im Wohnraum des Glasers Krämers zum Ecker Johann Dorfhuber Feuer aus. Der schnell bereiten FW gelang das Feuer auf das Wohnhaus zu beschränken, nebenstehende Schreinerwerkstätte wurde nur teilweise erfasst. Von fremden Feuerwehren war Emertsham am Platze erschienen. Trostberg und Feldkirchen kehrten, da sie in Erfahrung brachten, dass Hilfe nicht mehr notwendig sei, unterwegs um. Herr Bezirksamtsmann Heckenstaller aus Traunstein war am Brand anwesend.

9. Sept.: nachts 1/2 11 Uhr Brand in dem 2 1/2 km entfernten Siboling. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle. Leider wieder das alte Malheur: viel schreien und nichts ausrichten. Nur unserer ausgezeichneten Spritze ist es zu verdanken, dass das Feuer mindestens 1 Stunde gediemt wurde. Wären nicht die FFW Obing, Honau, Altenmarkt, Alberteich, Aindorf, Pittenhart, Emertsham und Schnaitsee gekommen, so wäre Siboling ein Aschenhaufen geworden. Der Brand wurde durch ruchlose Hand gelegt, vorher gehende Anschläge je nach zu urteilen. Möge der Betreffende der gerechten Strafe nicht entgehen.

1883

8. Aug.: nachmittags 3/4 1 Uhr: es wurde mittels Glockensignal die Feuerwehr zusammengerufen, Brand in Sterfling bei Engelsberg. Einsatz nicht mehr nötig.

15. Aug.: nachmittag Brand durch Blitzschlag in Kirchstätt. Die FW wahr in kürzester Zeit zur Abfahrt fertig und blieb 4 Stunden. Zwei Mann leicht verletzt.

1886

25. Mai: nachmittags 5 Uhr grosser Brand in Kienberg. Brandausbruch wahrscheinlich in der Bäckerei in Folge schlechten Kamins. Es wurden eingeäschert - das grosse Wirtshaus mit Stallung und Stadel - die Bäckerei - das sog. Neubauernhaus (Anwesen d.S. Michaelskapelle, aus der da sie ein Schallgewölbe hatte, nur ganz wenig, ein Kreuz, einige Leuchter u. die Statue der Altöttinger Madonna gerettet werden konnte. Auch die Glocken des Thurmes, der vollständig ausbrannte, zerschmolzen und die Pfarrkirche, namentlich der Thurm, war in grösster Gefahr. Nicht minder der alte Pfarrhof, der sicher abgebrannt wäre, wenn nicht das Schieferdach davor bewahrt hätte, der Gartenzaun war bereits angebrannt, u. die Verlötungen der Dachrinnen geschmolzen. Den 20 herbeigeeilten Feuerwehren gelang es das Feuer zu beschränken. Es kamen 20 Spritzen und 15 davon tätig und es kamen ca. 500 Mann und 2000 Meter Schläche zur Verwendung.
 
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Schlagzeilen

Immer wieder werden die Feuerwehren zu Bränden gerufen, die durch mit Feuer spielende Kindern ausgelöst wurden. Streichhölzer und Feuerzeuge müssen unbedingt an sicheren, für die Kinder nicht erreichbaren Orten aufbewahrt werden. Vertrauen sie ihnen nie offenes Feuer, zum Beispiel eine brennende Kerze oder Zündquellen an und lassen Sie Kinder nie damit unbeaufsichtigt. Ein Feuerzeug sollte nach Gebrauch sofort wieder an einem für das Kind nicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden.