Freiwillige Feuerwehr Kienberg

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Feuerwehrauto selbst gemacht

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GW/L1Leere Kassen zwingen die Kienberger Feuerwehrler zu ungewöhnlichen Maßnahmen: Statt ein neues Einsatzfahrzeug zu kaufen, bauen sich die Floriansjünger selbst eins.

Wenn der Alarm losgeht, karteln die Kienberger Feuerwehrler erst einmal aus, wer die Ausrüstung im Privatauto zum Einsatzort fährt. Denn obwohl die Wehr vor fünf Jahren ein neues Löschfahrzeug bekommen hat, haben Tauchpumpe, Ölbindemittel und Co. dort längst nicht Platz. Ganz abgesehen von den Feuerwehrmännern selbst. „Die Einsatzzahlen sind in den letzten Jahren stark gestiegen“, erklärt Kommandant Martin Hochreiter. Die Gemeinde sei gewachsen, auch um Gewerbebetriebe, deswegen müsse die Feuerwehr auch wachsen, so Hochreiter.

Da Gemeindekassen aber in der Regel nicht prall gefüllt sind – und das auch in Kienberg nicht der Fall ist – entschieden sich die Mitglieder der Feuerwehr, Geld zu sparen und selbst Hand anzulegen. Deshalb kauften sie für 15.000 Euro ein gebrauchtes Fahrzeug mit Ladefläche. Und das wird seit ein paar Wochen in mühevoller Arbeit in ein Feuerwehrauto umgebaut. „Wir haben das Auto erst zerlegt und abgeschliffen“, erzählt Martin Hochreiter. Dann erhielt es beim örtlichen Autohändler den feuerwehrroten Lack. Den Rest erledigen die Feuerwehrler komplett selbst: die Verkabelung, die Funktechnik, die Montage des Martinshorns samt Blaulicht. Zwei Mal die Woche wird gewerkelt, meist sind zehn Mitglieder gleichzeitig da, damit es beim Umbau vorangeht. „Das ist schon ein enormer Aufwand“, meint der Kommandant, „der normale Feuerwehrbetrieb muss ja auch weitergehen.“ Die gemeinsame Arbeit schweiße die Truppe aber noch mehr zusammen und Hochreiter ist überzeugt: „Wenn man’s selbst gebaut hat, schätzt man es später vielmehr.“

Momentan wird eine Lkw-Ladebühne eingebaut, damit das Fahrzeug später mit Rollcontainern beladen werden kann. „Je nach Einsatz können wir dann Ausrüstung nach Bedarf mitnehmen.“ Dann fehlt nur noch der Feuerwehr-Schriftzug und die Plane am Aufbau und das Feuerwehrauto ist fertig. Sieben Personen haben darin Platz und jede Menge Ausrüstung.
Geld gespart haben die Kienberger mit ihrem Engagement allemal. Ein neues Fahrzeug hätte 60.000 Euro gekostet. 28.000 Euro hat die Gemeinde der Wehr zur Verfügung gestellt, den Rest muss der Verein selbst aufbringen. Deshalb wurde jüngst eine Losaktion gestartet, bei der Betriebe Preise zur Verfügung stellen. Für einen Euro können Lose bei allen Kienberger Veranstaltungen in nächster Zeit erworben werden. Beim Dorffest am 28. Juli werden die Gewinner gezogen.
Bleibt nur noch die Frage nach der passenden Garage, denn das zweite Einsatzfahrzeug parkt momentan in der Alten Landkreissalzhalle, scherzhaft „Kienberger Feuerwache Süd“ genannt. Ein größeres Feuerwehrhaus steht im Ort schon längere Zeit zur Debatte. Aber wenn es so weit ist, packen die Feuerwehrler sicher wieder selbst mit an.

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. Juli 2012 um 20:09 Uhr  
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