Freiwillige Feuerwehr Kienberg

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1960-1969

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1960

Generalversammlung [...] Die Gemeinde hat beschlossen eine neue Zieglertragkraftspritze zu kaufen. Dieselbe wird am Samstag den 12. März von der Wehr übernommen. [...]

1963

Generalversammlung
[...] Anschließend stellte Kommandant Aiblinger seine Posten zur Verfügung. Grund hierfür die Gleichgültigkeit der jungen, feuerwehrpflichtigen Männer hauptsächlich im Bezug auf die Übungen. Trotz allen zuredens wenigstens bis zur Neuwahl in zwei Jahren weiterzumachen lies er sich nicht zum Bleiben bewegen. Da keine Neubesetzung zustande kam, mußte einstweilen 2. Kommandant Leonhard Maier einspringen. [...]

Feuerwehrversammlung
Am Mittwoch den 20.2.1963 abends 1/2 8 Uhr fand im Gasthaus Maier in Kienberg eine Feuerwehrversammlung statt. Grund derselben war die Neuwahl eines Kommandanten. Es wurden folgende Vorschläge eingebracht. Fürst Ludwig jun. Kienberg, Bichlmaier Franz Kienberg, Esterbauer Anton Pößmoos. Es wurde mit Zetteln abgestimmt. Das Ergebnis war: Fürst Ludwig 11 Bichmaier Franz 10 und Esterbauer Anton 1 Stimme. Somit war Ludwig Fürst zum neuen Kommandanten gewählt, welcher auch nach einigem zögern, er fühlte sich noch zu jung, die Wahl wenigstens bis zur nächsten Neuwahl annahm. Bürgermeister Maier beschloß hierauf die Versammlung.

1964

Generalversammlung
Kommandant Fürst eröffnete die Versammlung [...]. Anschließend gab der Kommandant eine Bericht über den derzeitigen Ausrüstungsstand der Wehr. Zugleich verlas er auch eine Aufstellung von noch fehlender und zum Teil dringend benötigter Ausrüstung darunter auch eine Sirene. [...] Zu den Übungen sagte der Kommandant daß sie gut besucht waren und nur einige Wenige glauben sich darum herum drücken zu können. In diesem Zusammenhang wurde auch in Erwägung gezogen ob man nicht wieder die Feuerschutzabgabe einführen sollte, damit diejenigen die Feuerwehrdienst leisten sich nicht benachteiligt fühlen.[...]

Am Freitag den 25. September 1964 machten 3 Gruppen der freiwilligen Feuerwehr Kienberg das Feuerwehrleistungsabzeichen.

1965

Generalversammlung
Zweiter Vorstand Hochreiter eröffnete die Versammlung [...]. Dann wurde das Thema Alarm angeschnitten. Im Vorjahr wurde von der Feuerwehr bei der Gemeinde eine Sirene beantragt. Da es aber geheißen hat es werden Luftschutzsirenen aufgestellt die auch zum Feueralarm verwendet werden könnten wurde keine gekauft. Mittlerweile hat sich herausgestellt daß für den Luftschutz die weitreichenden Preßluftsirenen aufgestellt werden sollen. Der Alarm mit den Kirchenglocken ist nun auch etwas schwieriger, da sich die Schalter zum Betätigen der Anlage im Inneren der Kirche befinden. Es wurde deshalb neuerdings ein Antrag auf Anschaffung einer Sirene gestellt. Ein weiterer kritischer Punkt ist nach wie vor die Löschwasserversorgung, auch im Dorf selbst. Es wurde dabei in Erwägung gezogen ob nicht das Überwasser der Reserve in einem dafür zu errichtendem Feuerlöschteich aufgefangen werden sollte. [...]
Nach einer kurzen Pause übergab 2. Vorstand Hochreiter zur Vorstandsneuwahl das Wort an den Bürgermeister. Der 1. Vorstand Michl Thalhamer hat seinen Posten zur Verfügung gestellt. In einer offenen Wahl wurde der bisherige 2. Vorstand Andreas Hochreiter zum 1. und Robert Ullrich zum 2. Vorstand gewählt. [...]

1966

Generalversammlung
[...] Es wurde erneut der Wunsch auf Anschaffung einer Feueralarmsirene ausgesprochen. Mit der Versorgung mit Feuerlöschwasser steht es weiterhin schlecht. Deshalb wurde erneut der Antrg. auf Errichtung von Feuerlöschweihern gestellt. Der Kommandant bedankte sich bei der Jagdgenossenschaft für die Anschaffung der Heubelüftungsanlage welche sich dann auch als sehr nützlich erweisen sollte. [...]

1967

Generalversammlung
[...] Als erstes brachte er den Brandfall Keßler Frabertsham zur Sprache, wobei es sich erwies, daß das Löschfahrzeug unzureichend ist. [...] Die Wasserverhältnisse schilderte der Kommandant wie folgt: In Mauern gut, Schachner Mörn gut, Heretsham gut, Pößmoos wenn naß gut, sonst schlecht Größing ebenfalls schlecht. Das Löschwasser für das obere Dorf steht jetzt von der Wasserreserve aus zur Verfügung. [...] Die Feueralarmsirene ist eingetroffen und muß nur noch montiert werden.[...] Vorstand Hochreiter erklärte [..] daß sich der Verein gezwungen sehe die Altersgrenze für Vereinsbeiträge von 60 auf 70 Jhr. zu erhöhen. [...]

23.Jun: Brand in Siboling:
"200 000 DM Brandschaden in Kienberg.
Landswirtschaftliches Anwesen durch Selbstenzündung von Heu restlos eingeäschert.
Durch ein Schadenfeuer, das aller Wahrscheinlichkeit noch durch Selbstenzündung von Heu verursacht wurde, verloren der Landwirt Konrad Lechner in Siboling, Gemeinde Kienberg, und seine Frau am ersten Jahrtag ihrer Hochzeit, am vergangenen Freitag, fast ihr gesamtes Hab und Gut. Das Feuer griff auch auf das Nachbaranwesen Georg Schiller über und verursachte dort ebenfalls erheblichen Schaden. Der Gesamtschaden wird auf über 200 000 DM geschätzt.
Zur Zeit des Brandausbruchs befanden sich so ziemlich alle Einwohner der Ortschaft Siboling auf den Feldern. So wurde das Feuer erst verhältnismäßig spät durch eine Nachbarin entdeckt. Die Alarmierung verzögerte sich dann noch dadurch, daß in der Ortschaft Siboling kein Telefonanschluß besteht. Als gegen 14.15 Uhr Großalarm gegeben wurde, stand ein großer Teil des Vierseithofes bereits in Flammen. Da das Anwesen einschließlich des Wohnhauses bis auf die Grundmauern aus Holz gebaut war, fand das Feuer reichlich Nahrung. Dem Anwesenbesitzer und den Nachbarn blieb kaum noch Zeit, das Vieh und etwas Inventar zu retten. So kamen mehrere Stück Rindvieh, darunter drei trächtige Kalbinnen, und vier Schweine in den Flammen um. Auch die Maschinen, die bereits eingebrachte Heuernte und fast der gesamte Hausrat verbrannten.
Die Freiwillige Feuerwehr Kienberg erschien als erste am Brandplatz. Mit ihr beteiligten sich die Freiwillige Feuerwehr Trostberg, die SKW-Werksfeuerwehr Trostberg sowie die Feuerwehren von Traunreut, Rabenden, Pittenhart, Obing, Emertsham, Kirchstätt, Oberfeldkirchen, Grünthal, Altenmarkt und Alberteich an der Brandbekämpfung. An ein Eindämmen des Brandherdes war nicht mehr zu denken. Auch konnte ein Übergreifen auf das sehr nahe am Lechner-Anwesen stehende Gehöft Georg Schillers nicht verhindert werden. Dort wurde der Dachstuhl des Stallgebäudes ein Raub der Flammen. Das Wohnhaus konnte vor der Katastrophe bewahrt werden, obgleich auch dort bereits im Dachgeschoß Flammen emporloderten.
Dank des guten Zusammenwirkens der beteiligten Feuerwehren konnte nach verhälnismäßig kurzer zeit das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Vom Anwesen Konrad Lechners war allerdings nichts mehr zu retten. Das große Viereck der Gebäude war ein einziges Flammenmeer, das eine gewaltige Hitze ausstrahlte. Die Wasserversorgung bereitete der Feuerwehr keine Schwierigkeiten, da sich in unmittelbarer Nähe der Ortschaft ein Löschwasserteich befindet. Auch standen mehrere Tanklöschfahrzeuge zur Verfügung. Die Landpolizei übernahm die Absperung des Brandplatzes und die Umleitung des Verkehrs, die insofern notwendig war, als an Schaulustigen kein Mangel herrschte. Beamte der Kriminalpolizei nahmen unverzüglich ihre Arbeit zur Ermittlung der Unfallursache auf. Wie sich ergeben hat, dürfte die Brandursache mit hoher Wahrscheinlichkeit Selbstentzündung des einige Tage zuvor eingebrachten Heus sein. Als Brandherd wurde der Heustock in der Südostecke des Anwesens festgestellt.
Die Brandkatastrophe, durch die ein Anwesen völlig eingeäschert und ein zweites schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, sollte eine dringende Mahnung an alle Landwirte sein, die Temperaturen in den Heustöcken laufend zu kontrollieren, auch schon kurz nach der Ernte."
[Zeitungsbericht aus Trostberger Tagblatt]

1968

Generalversammlung
[...] in diesem Jahre sehr umfangreichen Jahresbericht der sich zum Großteil auf den Brand in Siboling am 23. Juni bezog. Die Alarmierung der auswärtigen Wehren von Seiten der Landpolizei soll nicht ganz geklappt haben. Bedingt durch den Brand in Siboling benötigt die Wehr wieder neues Schlauchmaterial [...]. Das nächste Thema des Kommandanten war das Feuerhaus. Daß das jetzige Feuerhaus zu klein ist weiß man allgemein. Sein einziger Vorteil ist, daß es geheizt ist außerdem ist der Schlauchturm zu weit davon entfernt. Ein Gemeinde eigener Grund (Platz v. Kiosk Güttler) wäre schon vorhanden und wird auch zur Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehauses zurückgehalten. [...]

Bei der Ende November durchgeführten Desinfektion der gemeindlichen Wasserversorgung war die Feuerwehr maßgeblich beteiligt.

1969

Generalversammlung
[...] Beim Brand in Reicherting fiel unserer Wehr die Aufgabe zu Wasser vom nahegelegenen Siegharting zur Brandstelle pumpen zu helfen.
In der Gemeinde selbst in Gigling war ein Strohbrand zu bekämpfen.
Dann brachte der Kommandant wieder das Thema Feuerhausbau zur Sprache. Der Gemeinderat hat sich das Feuerhaus in Nußdorf, das auch in der Ausstattung für uns in Frage käme, besichtigt. Diesen Projekt wäre auch nichts entgegenzusetzen, da aber über kurz oder lang ein neuer Feuerwehrwagen beschafft werden muß will die Gemeinde diesen Punkt vorläufig noch zurückstellen. [...]
 
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