Freiwillige Feuerwehr Kienberg

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1950-1959

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1950

Am Sonntag, den 4. Juni, vormittags 10 Uhr fand im Gasthaus Meier eine Generalversammlung statt. Zweck derselben war die Neugründung eines Feuerwehrvereins. Bürgermeister Zehentmaier eröffnete die Versammlung und begrüßte alle Erschienen auf Herzlichste. Im weiteren Verlauf zergliederte er Sinn und Zweck des Feuerwehrvereins. Unter anderem betonte er die Wichtigkeit einer immer einsatzbereiten Wehr. Nach seinen Ausführungen übergab er das Wort an den bisherigen Kommandanten Herrn Johann Aiblinger. Dieser nahm Stellung zur allgemeinen Lauheit und Interesselosigkeit im Feuerwehrdienst und stellte den Antrag auf eine Niederlegung seines Amtes. Anschließend ging man zur Wahl über. Bürgermeister Zehentmaier schlug die zur Wahl in Frage kommenden Herrn vor und bat Herrn Aiblinger weiterhin zu bleiben worin ihn auch dann die Wähler beistimmten. Nach dem Ergebnis der Wahl setzt sich der Ausschuss aus folgenden Herrn zusammen:

1. Vorstand Thalhammer Michael, Kienberg
2. Vorstand Maier Leonhard, Sonau
Kommandant Aiblinger Johann, Siboling
Schriftführer Aigner Sebastian, Sonau
Kassier Gruber Lorenz, Ortmaring

Am 16. Juli brach im Anwesen des Bauern Otto Hundseder in Hundsed ein Brand durch Heustockselbstenzündung aus. Die Wehr begab sich sofort mit der Spritze zum Brandplatz. Dank des tüchtigen Zugreifen der Mannschaften konnte der Heustock ins Freie geschafft werden ehe der Brand aufs Gebäude übergriff.

Hauptübung: Sonntag den 8. Oktober vormittags 11 Uhr. Angenommener Brand, Schuppen beim Rimslanwesen in Ortmaring. Die erste Gruppe begab sich sofort mit dem Mannschaftswagen und der Spritze zum Ortmaringer Weiher. Der Aufbau der Spritze und das Verlegen der Schlauchleitung klappte gut. Die Spritze arbeitete ebenfalls tadellos. Jedoch erwies sich das B-Schlauchmaterial als sehr schlecht. Es hielt nämlich dem Druck der für die zirka 120 m lange Schlauchleitung erforderlich war nicht stand. Die Folge war, dass 4 B Schläuche platzten, was natürlich die Heranführung des Wassers and den Brandherd verzögert. Die Hauptübung fiel zur allgemeinen Befriedigung aus.

1951

Jahresversammlung
[...] Zur Finanzierung der Vereinsfahne wurden verschiedene Vorschläge gemacht. Als der günstigste erschien der einer Sammlung in der Gemeinde prozentual nach dem Betrag der Gemeindeumlage. Höhere freiwillige Spenden sind natürlich sehr erwünscht. [...]

"Ein Festtag der Freiwilligen Feuerwehr Kienberg. Fahnenweihe unter Anteilnahme zahlreicher auswärtiger Vereine.
Zu einem schönen Fest gestaltete sich die Fahnenweihe der hiesigen Freiw. Feuerwehr. Trotzdem der Sturm am Vorabend kein gutes Festwetter versprach und verschiedentlich Dekorationen zerstörte, hat uns der Sonntag prächtiges Festwetter beschert. Von den Nachbarvereinen hatten sich zwölf mit ihren Fahnen zur Verschönerung des Festes eingefunden. Als Patenverein fungierte die Freiw. Feuerwehr Rabenden, ein Tochterverein der Freiw. Feuerwehr Kienberg. [...] Die Fahne fand allgemein Gefallen; sie zeigt auf einer Seite die Feuerwehrembleme, auf der anderen den hl. Florian und ein Bild von Alt-Kienberg nach einer Zeichnung von P. Stalleicher jun. Die Fahne muß als ein Meisterstück des Instituts Baumburg angesprochen werden. [...] Mit einem Festzug durch die geschmückten Straßen des Dorfes [...] schloß das schöne Fest, das sicher jedem Teilnehmer in guter Erinnerung bleiben wird."
[Zeitungsbericht aus Trostberger Tagblatt]

Am Sonntag den 28.Oktober 1951 nachmittags um 3 Uhr fand anläßlich der Feuerschutzwoche die Haupt- oder sogenannte Alarmübung statt. Als Brandobjekt wurde der Maschinen- und Holzschuppen beim Vordermaieranwesen angenommen, also in einem Bereich wo das Übergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude sehr wahrscheinlich wäre. Noch ehe die Motorspritze in Tätigkeit trat versuchte der Hydrantentrupp das Feuer zu bekämpfen. Es erwies sich jedoch der Druck unzureichend war. In kurzer Zeit war dann die Motorspritze einsatzbereit. Das Löschwasser wurde der gemeindlichen Wasserreserve entnommen. Die Motorspritze arbeitete einwandfrei, jedoch hielten ein großer Teil der B Schläuche nur einen geringen Druck 3-4 Atm. stand. Schlauchwechsel konnte also zur Genüge geübt werden. Zum Schluß der Übung besprach Kommandant Aiblinger mit der Mannschaft deren Verlauf und forderte die aktive Wehr auf jederzeit wirklich freiwillig dieser gemeinnützigen Sache zu dienen. Er stellte auch mit Bedauern fest, daß immer nur ein gewisser Teil und zwar immer die gleichen zu den Übungen erscheinen.

1954

Hochwasserkatastrophenwoche v. 5.7. - 10.7.1954
Bei der Hochwasserkatastrophe war die hiesige Feuerwehr wiederholt eingesetzt:
Huber Heinrich Bernbichl Stall auspumpen,
Schranklstraße und Kanal
Götzberger Heretsham Keller, Stall und Hof
Arnold Mörr

1955

Generalversammlung
[...] 2. Bürgermeister Gruber nahm anschließend zum Punkt Feuerschutzabgabe Stellung. Feuerwehrpflichtig sei jeder Gemeindebürger von 18-60 Lebensjahr. Wer keinen aktiven Dienst verrichte müsse Feuerschutzabgabe bezahlen die die Gemeinde und nicht wie irrtümlicherweise des öfteren vermutet der Feuerwehrverein einzieht. Die Gemeinde muß dann auch teilweise für Neuanschaffungen von Feuerwehrgeräten und Ausrüstung aufkommen.[..] Kommandant Aiblinger legte anschließend den Versammlungsteilnehmern die Notwendigkeit der Beschaffung eines neuen Feuerwehrwagens klar. Mit einer Ermahnung an die Väter und Dienstherrn ihre Leute im kommenden Dienstjahr fleißig und pünktlich zu den Übungen zu schicken beschloß er die Versammlung.

16.Aug: Brand in Gigling
"Gestern, Dienstag, nachmittag gegen 4 Uhr brach im Stadel de Bauern Herrn Josef Schönhuber "zum Huber" in Gigling auf bisher noch unaufgeklärte Weise Feuer aus, das rasch um sich griff, da es an den bereits eingebrachten Gebreide- und Heuvorräten reiche Nahrung fand. Mit der rasch herbeigeeilten Feuerwehr von Kienberg beteiligten sich an den Löscharbeiten auch noch die ebenfalls raschestens erschienenen Wehren von Emertsham, Trostberg (Stadt und SKW), Rabenden und Altenmarkt, welchen es gelang, das Wohnhaus zu retten. Besonders wirksam erwies sich das von den Trostberger Feuerwehren betätigte Schaumlöschverfahren. Als wichtiger Feuerschutz erwies sich auch die fachgemäß aufgeführte Feuermauer. Auch die Nachbarschaft beteiligte sich eifrig an den Lösch- und Rettungsarbeiten.
Das Vieh und größtenteils auch die Fahrnisse konnten gerettet werden. Der Stadel dagegen brannte völlig nieder.
außer der obengenannten Feuerwehren waren auch noch jene von Honau, Kirchstätt und Peterskirchen erschienen, sie brauchten jedoch nicht mehr in Tätigkeit zu treten. Die Feuerwehr Rabenden stellte sich für den Nachtdienst zur Verfügung. - Das sehr schön gebaute Anwesen ist bereits einmal, und zwar in der Nacht des 10. Oktobers 1892, ein Raub der Flammen geworden (damals durch Brandstiftung). - Möge der allseits beliebten und nun so schwer geprüften Familie reiche und tätige Hilfe zuteil werden!"
[Zeitungsbericht aus Trostberger Tagblatt]

1957

Generalversammlung
[...]Zum Punkt Heumessonde betonte der Kommandant, daß es nicht angehe wenn das Gerät bei ihm abgeholt und nicht mehr zurück gebracht wurde. Bei weiterem Bedarf weiß man dann meistens nicht mehr wo sich das Gerät befinde. Außerdem wäre es zu empfehlen, wenn die Bauern einer Ortschaft zusammen ein solches Gerät anschaffen würden. [...] Der letzte und umstrittenste Punkt der Tagesordnung war die Beschaffung eines neuen Feuerwehrwagens in Frage käme ein V.W. Transporter. Es gab da so manches für und wieder. Diese Anschaffung wurde noch mal zurückgestellt. [...]

1958

Generalversammlung
[...] Zum Punkt Feuerwehrwagen wurde beschlossen denselben in diesem Jahr anzuschaffen welcher dann auch im Mai geliefert wurde. [...]

Schadenfeuer in Gauing
Am Dienstag den 16. Dez. 1958 vorm. 9 Uhr brach im Anwesen Bernauer beim Maier in Gauing während des Dreschens ein Brand aus. Das Feuer fand in den großen Heu- und Strohvorräten reiche Nahrung und griff sehr schnell um sich. In kurzer Zeit standen die Wirtschaftsgebäude in Flammen. Die sofort herbeigeeilten Feuerwehren der Umgebung, als erste die Kienberger konnten sich hauptsächlich nur noch auf die Rettung des Wohnhauses beschränken, was auch Dank der vorhandenen Feuermauer nach mühevollem Einsatz gelang. Mit Ausnahme des Pferdestalles, der an das Wohnhaus angebaut ist brannten die Wirtschaftsgebäude bis auf die Grundmauern nieder. Das Vieh konnte gerettet werden. Eine Genossenschaftsdreschmaschine fiel den Flammen zum Opfer. Durch die ungewöhnliche starke Rauchentwicklung war das Schadenfeuer weithin sichtbar und zog somit eine Unmenge Schaulustige an. Der Brandfall stellte wiederum unter Beweis, daß die Feuerwehr eben doch von größter Wichtigkeit ist.

1959

Schadenfeuer in Helming
Am Mittwoch den 26. August 1959 vormittag 1/2 9 Uhr brach im Anwesen des Bauer Jakob Freiwang zum Haindl in Helming ein Brand aus. Brandursache war Entzündung des Heustocks durch einen Gebläsehäksler. Der Brand griff in den reichen Heu- und Strohvorräten rasch um sich und in kurzer Zeit stand der im Viereck erbaute Hof in Flammen. Die herbeigeeilten Feuerwehren hatten zu tun, daß sie wenigstens das Wohnhaus soweit retten konnten, daß es im Erdgeschoß noch bewohnbar blieb. Die gesamten Heu- und Erntevorräte sowie wertvolle landwirtschaftliche Maschinen wurden ein Raub der Flammen. Pferde und Kuhstall waren neu erbaut, letzterer stand erst 2 Jahre.
 
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Schlagzeilen

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