Freiwillige Feuerwehr Kienberg

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

1930-1939

E-Mail Drucken PDF

1930

22. April: abends 9 Uhr brach wahrscheinlich durch Unvorsichtigkeit eines Unbekannten beim Radeinstellen in der Fremdenstallung des Gmeindlschen Gasthauses in Ortmaring Feuer aus, das rasch die Heueinlage im Stadel erfasste. Eine ungewöhnlich starke Rauchentwicklung erschwerte die Löscharbeiten. Das Feuer wurde mit dem Ortmaringer Hydranten und den beiden Ortsspritzen bekämpft und es gelang den Stadel zu retten - Obwohl tagsdarauf die Aufräumungsarbeiten gründlich vorgenommen wurden schlug plötzlich nachmittags 2 Uhr im südlichen Eck des Stadels eine mächtige Feuersäule auf. Es scheint, dass sich doch irgendwo im Stadel eine glimmende Stelle befunden hatte. Der sehr starke Ostwind hatte das Feuer entfacht das in dem im Stadel aufgeschichteten Wiedholz reichlich Nahrung fand. Trotzdem der Hydrant und die beiden Spritzen in kürzester Zeit in Tätigkeit waren, stand alsbald der ganze Stadel in Flammen. Infolge des heftigen Ostwindes war nicht nur der dem Brandobjekt anstossende Kuhstall, sondern auch das Rimslanwesen sehr in Gefahr. Und nur dem überaus raschen Eintreffen und dem grossartigen Eingreifen der Obinger Motorspritze, und dann der Trostberger und Altenmarkter Motorspritze war es zu verdanken, dass diese Firste gerettet wurden. Das Rimsldach hatte schon Feuer gefangen. An auswärtigen Wehren waren noch mit ihrer Spritze erschienen Rabenden, Honau, Kirchstätt, Schaitsee, Peterskirchen, Emertsham kam infolge eines Achsenbruches nur bis Arfling. Gegen 6 Uhr abends war das Feuer gelöscht.

1931

25. März: abends 10 Uhr entdeckte man im Anwesen des Schmiedmeisters Auer Ortmaring einen Fehlbodenbrand. Dieser war dadurch entstanden, dass ein Balken in den Kamin eingemauert war. Die Sache schien sehr bedenklich zu werden, zumal auf dem Feuerherd der Heustock lagerte. Durch tatkräftiges Eingreifen er Hausinwohner und Nachbarschaft konnte aber mit Hilfe des Hydranten das Feuer auf seinen Herd beschränkt und gelöscht werden.

9. Mai: früh 3 1/2 Uhr entstand im Grassl-Anwesen in Stockham ein mächtiger Brand. Unsere Wehr war mit der Spritze raschends zur Stelle. Dem tapferen Eingreifen der erschienen Feuerwehren war des zu verdanken, dass doch das Wohnhaus gerettet wurde, während sonst alles dem verheerendem Feuer zum Opfer fiel.

29. Juni: früh 12 1/2 Uhr brannte das Edersche Anwesen in Schnaitsee Gastwirtschaft und Ökonomiegebäude vollständig nieder. Unsere Spritze die rasch zur Stelle war blieb bis zur Ankunft der Trostberger Motorspritze in Tätigkeit.

1932

7. Mai: nachts 12 Uhr brannte das Anwesen des Bauern Josef Grünhofer in Kendling total nieder. Brandursache unbekannt. Da der hintere Teil des Hauses grösstenteils aus Holz war, fand das Feuer, angefacht von einem sehr starken Westwind, reichlich Nahrung, sodas in kürzester Zeit der ganze Besitz in Flammen stand. Das Vieh konnte nur mit knapper Not, vom Inventar fast gar nichts gerettet werden. Das Nachbaranwesen beim Maier war sehr gefährdet (es brannte bereits der Dachstuhl) konnte aber dank dem tapferen eingreifen der Feuerwehr Honau gerettet werden. An Wehren waren noch erschienen Obing, Fraberstsham und als letzte Wehr, und zwar nach 2 Uhr früh, die Spritze der Heimatgemeinde. Ursache war neben dem schlechten Nachrichtendienst die äusserst saumseligen Bespannungspflichtigen.

3. Okt.: früh 1 Uhr brannte das Grigmaieranwesen in Altenham total nieder. Unsere Spritze war raschenst zur Stelle - An den Löscharbeiten beteiligten sich ca. 20 Mann.

1934

Vorstand Stalleicher
Kommandant Schrankl
Gruppenführer Schwaiger

1935

Feuerwehr Pflicht vom 18. bis 50. Lebensjahr, jährlich 6 Übungen a 3 Std.

1936

Die Feuerwehrpflicht wird vom 18. auf 55. Lebensjahr verlängert.
Jährlich 12 Übungen, jeder Appell dauert 2 Stunden. Entschuldigungen 24 h vorher, nachträgliche Entschuldigung nur gegen ärtzliches Attest. Bei Zuwiderhandlung Überstellung zur Plichtfeuerwehr. Wer hierbei einmal ausbleibt, hat mit 14 Tagen Haft oder aber mit mindestens 15 Mark Geldstrafe zu rechnen. Die Rückkehr aus der Pflichtfeuerwehr geht erst nach 2 Jahren.

28. Feb.: Grosses Brunnenunglück in Helming beim Meierbauern. Brunnengraber Leineweber gerettet, Kieslinger tot. Am Einsatz waren beteiligt: 1. Die FFW Kienberg, 2. Eine Pionierabteilung aus Rosenheim, 3. Die Rettungsmannschaft der Penzberger Bergknappen.

10. Nov.: Brand in Trockenraum

1937

Neuorganisation:
Fw-Männer können ab sofort zum Polizeidienst angefordert werden. Es gibt keinen Vorstand mehr.
7. Mai: Die Fw wird umgegliedert. Sie setzt sich aus
62 Aktiven zusammen
1 Oberbrandmeister (Schrankl)
2 Brandmeister (Parzinger u. Schwaiger)
6 Löschmeister
13 Oberfeuerwehrmännern
40 Feuerwehrleuten

1938

Am 16. Jan. erklärt Schrankl seinen Rücktritt.
Am 9. April wird Brandmeister Schwaiger zum neuen Kommandanten ernannt.
 
Banner

Schlagzeilen

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch. 6.000 werden dBrände passieren zu Hause. adurch verletzt.Eine immer noch unterschätzte Gefahr ist die Rauchentwicklung. Rauchvergiftungen machen etwa 80 Prozent der Todesursachen bei Bränden aus. Rauchmelder retten Leben!