Freiwillige Feuerwehr Kienberg

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1920-1929

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1921

24. Juli: Waldbrand im Westerholz bei Trumbau, nachmittag 4 Uhr. Die Fw trat mit Spritze und zirka 40 Mann in Tätigkeit. Nach anstrengender Arbeit konnte gegen 1/2 8 Uhr abends der Brand gelöscht werden und die Fw rückte wieder ein.

1922

11. Juni: Einweihung Kriegerdenkmal

21. Sept.: Brand beim Bauern Anton Wimmer in Größing, nachts 2 Uhr. Ursache Brandstiftung. Die Fw rückte mit 2 Spritzen am Brandplatze an. Der wirklich nennenswerten Arbeit der Nachbarschaft und der Fw und dem guten Funktionieren des Hydranten und der Spritzen gelang es mit Gotteshilfe, das gesamte Vieh, sehr viele Fahrnisse und das Wohnhaus zu retten. Infolge des argen Nebels konnte der Brand auf weitere Entfernung nicht gesehen werden. Auf telefonisches Ansuchen hin, erschienen die Wehren Trostberg, Oberfeldkirchen und Emertsham. Gegen 7 Uhr morgens konnte der Brand gelöscht werden.

1923

13. Mai: Neue Fahne für 300 000 Mark von den Englischen Frälein in Trostberg gemacht. Nach der Priminzfeier von Pater Wolfgang Schmidhuber am 13.05.1923 wurde die Fahne vom Priminzianten geweiht.

31. Okt.: Brand bei dem Bauern Anton Mittermeier in Kendling. Der Brand entstand wahrscheinlich durch Brandstiftung an der Nordseite des Getreidestalles. Der Brand wurde von Kienberg aus nicht gesehen und deshalb die Fw nicht alarmiert. Als Mitteilungen hiervon gebracht wurde, rückte die Fw sofort ab. Dank des wackeren Eingreifens der Nachbarschaft und auch der näher gelegenen Spritze Honau war der Brand bei unserem Eintreffen schon lokalisiert. Nach zirka einstündiger Arbeit rückte die Fw nachmittags 2 Uhr wieder ein.

1924

13. Mai: Schönberg bei dem Güttler J. Benker. Auf bisher ungeklärte Weise brach in der Holzlege Feuer aus, welches in kurzer Zeit das zum Teil aus Holz gebaute rasch ergriff. Durch Südwestwind war auch der Stadel des Bauern Gmeindl in Gefahr. Eine grosse Anzahl Wehrmänner begaben sich gleich per Rad zur Hilfeleistung an den Brandplatz. Die Abfahrt der Spritze verzögerte sich etwas, da sämtliche für den Fahrdienst in Betracht kommenden Pferde auf dem Felde, zirka 30 Minuten vom Feuerhaus entfernt waren. Eine kleine, für die Orte Schönberg, Heretsham von der Gemeinde angekaufte, Karrenspritze leistete gute Dienste. Die Spritze kam circa 8 1/4 Uhr am Brandplatz an. Von Auswärts waren Emertsham und Feldkirchen anwesend. Gegen 10 Uhr wurde der Brand gelöscht.

29. Sept.: 50 jährige Jubiläumsfeier

1925

20. April: Brand bei dem Schirlbauern in Harpfing, nachts 2 Uhr. Von unserer Fw beteiligten sich circa 10 Mann an den Löscharbeiten. In Kienberg selbst wurde der Brand nicht bemerkt und es wurde auch keinerlei Meldung gemacht.

3. Aug.: Brand bei dem Talbauern in Harpfing, 2 Uhr früh. Die Fw kam als eine der ersten an den Brandplatz, mit Spritze und ca. 20 Mann. Um 6 Uhr früh rückte die Fw wieder ein.

30. Aug.: Brand im Baron v. Guttenbergschen Ökonomiegut Frabertsham, mittag 12 Uhr. Die Fw durfte bei Schleipfering wieder umkehren, da die Gefahr beseitigt gemeldet wurde. Am Brandplatz waren ca. 20 Mann von unserer Wehr anwesend.

18. Sept.: Brand bei dem Bauer Joh. Maier in Holzmann Gd. Kirchstätt, morgens 6 Uhr. Die Fw kam nach 15 min zum Brandplatz. Das ganze Anwesen war bereits vom Feuer ergriffen. Die Mitglieder von Holzhausen und Ed waren die ersten, die zur Hilfeleistung kamen und sich sehr mutig bei der Rettung des Viehs und des Mobiliars betätigten. Unsere Fw war mit 2 Spritzen und ca. 50 Mann etwa 4 Stunden lang am Brandplatz. Der Wehrmann Karl Lackner verletzte sich am Fuss.

26. Sept.: Brand im Baron v. Guttenbergschen Ökonomiegut Frabertsham, 1/2 10 nachts. Die Fw kam nach 3/4 Std. Fahrzeit am Brandplatze an mit ca. 25 Mann. Die Mannschaft beteiligte sich noch an den Löscharbeiten. Die Spritze wurde jedoch nicht mehr in Tätigkeit gesetzt.

1926

6. März: Brand in der Pappenfabrik Rieger Trostberg, vormittag 7 Uhr. Die telefonisch alarmierte Fw kam etwas vor 8 Uhr am Brandplatze mit Spritze und ca. 30 Mann an. Nach 3 stündiger Arbeit rückte die Fw wieder ab.

18. Juni: Brand bei dem Bauern Guggenhuber zu Wasner in Seppenberg Gd. Schaitsee, 6 Uhr morgens Die Fw traf um ca. 7 Uhr am Brandplatze ein und war etwa 2 Stunden in Tätigkeit mit Spritze und 35 Mann.

4. Sept.: Brand bei dem Viehhändler J. Lakner in Holzhausen, morgens 1 Uhr 30 min. Unserer Wehr in 30 Minuten am Brandplatz mit 2 Spritzen und über 100 Mann. Dank der eifrigen Tätigkeit derselben konnte der grösste Teil des Mobiliars sowie die Holzremise gerettet werden. Bei dem wurde die Wahrnehmung gemacht, dass junge Leute nur zur Befriedigung ihrer Neugierde gekommen sind und sich vor der Arbeit drückten. 2 Wehrmänner, Lauber Ernst und Josef Kaltenhauser zogen sich Verletzungen zu.

27. Sept.: Brand bei dem Bauern Anton Mittermeier z. Meier in Kendling, 1 Uhr nachts. Nach 20 Minuten Fahrzeit war die Fw mit Spritze und 80 Mann zur Stelle. Von Auswärts war die Spritze Honau mit 60 Mann erschienen. Da Wasser genügend vorhanden war, konnte da Wohnhaus gerettet werden. Um 9 Uhr war der Brand gelöscht.

4. Okt.: Brand bei dem Bauern Leonhard Friedrich z. Meier in Helming, mittag 11 Uhr. Unsere Fw war raschends zur Stelle mit 2 Spritzen und 120 Mann. Von auswärts kamen Emertsham, Trostberg, Feldkirchen sowie Stein mit einer neuen Motorspritze. Peterskirchen, Rabenden und Altenmarkt blieben in Reserve. Dank des raschen Eingreifens, besonders auch der enormen Leistung der Motorspritze Stein konnte Wohnhaus und Stall gerettet werden. Um 4 Uhr nachmittags war der Brand gelöscht. Der Wehrmann Martin Gmeindl verletzte sich am Fuss. Als Ursache aller obigen Brände muss Brandstiftung angenommen werden.

1927

9.Jan.: Brand bei dem Bauern Obergübner Ettstetten in Altenham, früh Uhr. Unsere Fw erschien mit Spritze und 15 Mann, braucht jedoch nicht mehr in Tätigkeit zu treten.

4. April: Brand bei dem Bauern Mitterer z. Nachbar in Schönberg, nachmittag 1/2. Ursache Kurzschluss der elektr. Leitung im Stadel. Unsere Fw rückte nach kaum 20 min mit 2 Spritzen und circa 120 Mann am Brandpaltze an. Dem wackeren Eingreifen der Feuerwehren gelang es das Vieh, das meiste Mobiliar und auch das Wohnhaus zu retten und es wurde auch das aussergewönlich fleissige Arbeiten der Mannschaft lobend anerkannt. Leider kam es nachher, nachdem der Brand bereits lokalisiert war und die auswärtigen Feuerwehren schon entlassen werden konnten zu unliebsamen Auftritten, verursacht durch Übereifer eines Vertreters der Gendarmerie Trostberg. Einer dieser Herren fühlte sich ermächtigt in einer Weise in das Löschgeschäft einzugreifen, das bei öfterer Wiederholung, eine geregelte Durchführung der Löscharbeiten, durch die hierzu berufenen Organe, das sind doch die Feuerwehren mit ihren Kommandanten in Zukunft in Frage stellt. Schon während des Brandes erlaubte sich einer dieser Herren der Bediehnungsmannnschaft der zweiten Spritze der FFW Kienberg als selbe auf Kommando, kurze Zeit mit dem Pumpen aussetzte, ihr deshalb Vorhalt zu machen. Als dann später die Wehr Emertsham den Abbau ihrer Löschgeräte auf Veranlassung des Oberkommandos dies bestätigte und ein dortiger Wehrmann, welcher nach Aussagen der Augenzeugen, gerade bei diesem Brande sehr fleissig gearbeitet hatte, sich auf kurze Zeit entfernte, wurde er von einem er Gendarmen zum Pumpen bei der Spritze Trostberg aufgefordert und als er nicht gleich Folgte, von dem Gendarmen tätlich angegriffen. Dieser Vorfall erregte bei allen die selber es beobachtet haben grösstes Unwillen, da verschiedene Trostberger, welche überhaubt noch nicht gearbeitet haben und nur als müssige Zuschauer da waren, unbehelligt blieben. Als dann die Gendarmen gegen die, sich immer mehr ansammelnde Bevölkerung, beleidigende Worte erlaubten, wurde die Erregung eine allgemeine und noch mehr als die Gendarmen in ihrer Unüberlegtheit die Revolver zogen, war diese Erregung aufs höchste gestiegen. Von verschiedenen Seiten konnte man hören, wenn wir deshalb freiw. Feuerwehrleute sind, um uns von den Gendarmen schikanieren zu lassen und unsere Kommandanten nichts mehr zu sagen haben, bleiben wir ein andersmal daheim. Infolge dieser Vorkommnisse konnte Oberkommandant H. Schrankl seine Mannschaft nicht mehr zusammen halten, so dass Gefahr bestand, das Feuer konnte sich neuerdings wieder entfachen, und um das Schlimmste zu verhindern, machte nun Oberkommandant H. Schrankl die Gendarmen darauf aufmerksam, dass er der verantwortliche Leiter des Löschgeschäftes ist und legte den Gendarmen nahe es sei zu ihrem eigenen Interesse das Beste, wenn sie den Brandplatz verlassen. Seiner eigenen Mannschaft befahl er, sich wieder zu ihren Arbeiten zu begeben. Die Gendarmen bestritten anfangs den Oberkommandanten diese Recht, später machten sie gute Miene zum bösen Spiel und entfernten sich. Über dieses Vorkommnis wurde dem Bezirks- wie dem Kreisausschuss Bericht erstattet mit dem Ersuchen, für die Zukunft die Kompetenz der Gendarmen bei Brandfällen gegenüber den Führern der freiw. Feuerwehren genau zu formulieren, damit solche Vorkommnisse verhindert werden. Ohne die Notwendigkeit der Polizei auf dem Brandplatz zu bestreiten darf durch deren Tätigkeit die Selbständigkeit der freiw. Feuerwehren und ihrer Führer nicht beeinflusst werden.

21. Sept.: Brand bei dem Bauern Josef Fröschl zum Forster in Kendling, morgens 4 Uhr 30. Brandursache: Kurzschluss der elektrischen Leitung. Die Fw war nach 20 min am Brandplatz mit 2 Spritzen und ca. 120 Mann. Es konnte das Vieh und das meiste Mobiliar gerettet werden. Von auswärts kamen Honau, Obing II Komp mit 50 Mann, Kirchstätt mit 45 Mann, Alberteich mit 25 M. Obing mit 40 M. Motorspritze und 180 m Schläuchen, Schaitsee mit 21 M, letztere brauchten nicht mehr in Tätigkeit zu treten. Um 11 Uhr war der Brand gelöscht.

1928

Die Feuerwehrmänner erhalten neue Uniformen

13. Jan.: Brand bei dem Bauern Peter Westner in Altenöd Gd. Kirchstätt, abends 7 Uhr. Da in Kienberg gerade eine Festroute des H. Kdt. Schrankl war, wurde die Spritze gleich an selbes angehängt und kam deshalb in kurzer Zeit als erste an den Brandplatz. Auch an den Ausrämarbeiten beteiligte sich unsere Wehr, hierbei verletzte sich Adjutant H. Max Parzinger durch herabfallende Balken, sodas er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen musste. Die Löscharbeiten wurden wegen Wassermangel bald eingestellt. Um 12 Uhr rückte die Fw wieder ab.

8. Juli.: Brand bei dem Güttler Jak. Mittermeier z. Stumbeisser in den Eden, morgens 6 Uhr 15. Die Fw war nach kurzer Zeit mit Spritze und ca. 70 Mann zur Stelle. Nach 3 stündiger Arbeit rückte die Fw wieder ein.

13. Sept.: Brand beim Wirt in Altenham Gd. Emertsham. Die Fw kam um ca. 5 1/2 Uhr nachm. am Brandplatz mit Spritze und circa 60 Mann an. Erst um 11 Uhr nachts zog sie wieder ab.

8. Okt.: Brand bei dem Leitnerbauern in Altenham Gd. Emertsham, abends 6 Uhr. Unsere Fw kam nach 40 min Fuhrzeit zum Brandplatz mit Spritze und etwa 60 Mann. Nach 2 Stunden rückte sie wieder ab.

1929

8. Jan.: Brand in Sprintzenberg Gd. Oberfeldkirchen, abends 10 Uhr. Unsere Mannschaft beteiligte sich mit etwa 20 Mann an den Lösch- und Rettungsarbeiten.

16. April: Brand des Gmeindlschen Gasthauses in Ortmaring, nachts 11 Uhr 20. Leider war die vor einer Woche in angestrengter Arbeit erfolgte Löschung des Brandes im Gasthaus Gmeindl vergeblich gewesen, da trotzdem die Ursache d. letzten Brandes durch elektr. Fachleute behoben schien, heute wieder im Dachboden ein Brand ausbrach, welcher sich in kurzer Zeit auf das ganze Gast- und Wohngebäude verbreitete und diese Gebäude zum grössten Teil einäscherte. Der mit ca. 100 Mann und 2 Spritzen herbei geeilten Feuerwehr Kienberg gelang es den grössten Teil der Hauseinrichtung, sowie das Stallgebäude und den Stadl zu retten. Von auswärts kamen die Feuerwehr Rabenden mit Spritze und ca. 30 Mann. Um 6 Uhr früh konnte der Brand als gelöscht betrachtet werden.
 
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Schlagzeilen

Immer wieder werden die Feuerwehren zu Bränden gerufen, die durch mit Feuer spielende Kindern ausgelöst wurden. Streichhölzer und Feuerzeuge müssen unbedingt an sicheren, für die Kinder nicht erreichbaren Orten aufbewahrt werden. Vertrauen sie ihnen nie offenes Feuer, zum Beispiel eine brennende Kerze oder Zündquellen an und lassen Sie Kinder nie damit unbeaufsichtigt. Ein Feuerzeug sollte nach Gebrauch sofort wieder an einem für das Kind nicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden.