Freiwillige Feuerwehr Kienberg

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1910-1919

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1910

4. Dez.: Brand in Rabenden bei dem Bauern Th. Beilmaier zum Huber, nachts 11 3/4 Uhr. Unserer Fw kam trotz Schneematsch schlecht fahrbarer Strassen nach ca. 30 Minuten Fahrzeit am Brandplatz mit ca. 40 Mann an. Nach fündiger anstrengender Tätigkeit rückte die Fw ab.

1911

14. Mai: Brand im gräfl. Gutshof in Niederseeon, zirka 12 Uhr Mittag. Da die Fw telefonisch um Hilfe angerufen wurde, kam sie nach 35 Minuten mit etwa 40 Mann am Brandplatze an. Nach 4 stündiger angestrengter Arbeit rückte die Fw wieder ab.

1912

12 Nov.: Brand beim Gastwirt Laxhuber in Kienberg 1/2 3 Uhr früh. Das Feuer war im Stadel, wahrscheinlich auf dem Heuboden ausgebrochen und verbreitete sich rasch über das ganze grosse Ökonomiegebäde. Die Fw trat mit ihren 2 Löschmaschinen sofort in Tätigkeit, welcher es mit Gotteshilfe auch gelang das Feuer auf seinen Herd zu beschränken und das Wohnhaus sowie das durch den argen Wind schwer bedrohte Bäckerei Weyer Anwesen zu retten. Auch das Vieh und die Baumansfahrnisse konnten grösstenteils gerettet werden, doch sind sämtliche Heu- und Getreidevorräte verbrannt. Von auswärtigen Feuerwehren waren Emertsham, Obing, Rabenden, Feldkirchen, Trostberg, Seeon, Peterskirchen, Frabertsham und Kirchstätt am Brandpaltze erschienen, wovon jedoch nur die ersten 3 in Aktion zu treten hatten. 6 1/2 früh konnte der Brand als gelöscht betrachtet werden, und wurden die auswärtigen Feuerwehren entlassen. Von mehreren Wehren wurde gerügt, dass sie die telefonische Nachricht eine Stunde zuspät erhalten haben, obwohl hier sofort telefoniert wurde. Es wurde deshalb ein Antrag an den Bezirksverband gestellt, es möge die Sache in der Weise geregelt werden, dass ein telefonischer Hilferuf bei Brandfällen allen anderen Gesprächen vorzuziehen sei und auch bei Nachtzeit Gelegenheit geschaffen wird, jederzeit Hilfe anrufen zu können.

28. Dez.: Brand beim Bauern Gallus Esrerbauer in Willing, 1/2 6 Uhr morgens. Das Feuer war im Stadel, jedenfalls durch ruchlose Hand verursacht, ausgebrochen und hatte bald das ganze 4 firstige, grösstenteils aus Holz gebaute, Gebäde ergriffen. Unsere Fw war nach 10 Minuten am Brandplatze. Mit Gotteshilfe gelang es das Vieh und die meisten Hauseinrichtungsgegenstände zu retten. Dank der günstigen Windrichtung blieb das Anwesen des Weberbauern vom Feuer verschont. Etwa um 9 Uhr konnte der Brand als gelöscht betrachtet werden. Bei diesem Brand waren die meisten Mietglieder der Fw tätig und von mehreren Seiten wurde unser Wehr Lob gespendet für das rasche und tatkräftige Eingreifen bei diesem Brande, wie auch bei dem des Laxhuberischen Ökonomiegebädes. Möge der Eifer für die gute Sache auch in Zukunft in unserer Feuerwehr erhalten bleiben und alle Mitglieder stets eingedenk unseres Wahlspruches "Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr".

1913

13. März: Brand bei dem Ertsbauern in Ornach, morgens 6 Uhr. Unsere Fw kam nach 20 Minuten Fahrzeit am Brandplatze an mit Spritze und zirka 40 Mann. Da Wassermangel war, musste unsere Spritze eine ca. 600 Meter entfernte Quelle, zur Wasserzuleitung an die Spritze Seeon. Nach ca. 1 1/2 stündiger anstrengender Arbeit konnte der Brand als lokalisiert betrachtet werden und die Fw rückte wieder ein.

2. Mai: Brand bei dem Gastwirt Laxhuber in Kienberg, 3/4 1 Uhr. Kaum dass die Gemüter der Einwohner Kienbergs über die vor einigen Monaten erfolgte Brandstiftung beruhigt waren, war diese Nacht schon wieder eine ruchlose Hand tätig um Unglück über seine Mitmenschen zu bringen. Der in der Holzhütte ausgebrochene Brand hatte auch schon den neugebauten Stadel ergriffen. Durch den herrschenden heftigen Wind schien Gefahr für das ganze obere Dorf, da die Feuerfunken bereits einen Streuhaufen an der Ostseite des Stadels in Brand gesteckt hatte und sich wie ein Regen über Brandstelle legte. Die Feuerwehr setzte sich auch mit ihren 2 Löschmaschinen sofort in Tätigkeit und mit Gotteshilfe gelang es den Brand ehe er noch grössere Dimensionen angenommen hatte zu löschen. Der Spritzenmann Josef Mair Linmeier verletzte sich bei den Rettungsarbeiten. Der Unfall wurde sofort der Landesunterstützungskasse gemeldet und er erhielt nach erfolgter Heilung den Betrag von 42 Mark 25 Pf. einschließlich der Doktorkosten ausbezahlt. Dieser Fall soll allen Feuerwehrpflichtigen wieder ein Beweis sein, der freiw. Feuerwehr beizutreten, da ein Pflichtfeuerwehrmann bei einem solchen Falle von keiner Seite Unterstützung erhalten würde.

1915

Durch Selbstentzündung des Heues entstand ein Brand im Stadel des zehentmeierischen Anwesens zu Ortmaring. Glücklicherweise wurde selber noch bemerkt ehe er vollständig zum Ausbruch kam. Gegen 5 Uhr wurde die Fw alarmiert, welcher es im Verein mit der Nachbarschaft, nach mehr als 6 stündiger Arbeit, es musste der ganze Heustock aus dem Stadel entfernt werden, gelang den Feuerherd zu entdecken und zu zerstören. Leider hatten sich noch einige Funken, welche bei den Ausrämarbeiten unversehens mit einem Bündel Heu auf den oberen Boden geworfen wurden durch den Luftzug wieder nach einigen Stunden entzüdet und nur der Aufmerksamkeit des H. Zehentmeier selbst und des mit ihm Wache haltenden Feuerwehrmannes M. Fürst jun. ist es zu danken, dass selbes noch früh genug bemerkt und gelöscht werden konnte. Es ist ein Beweis, dass eine Brandwache nach solchen Vorkommnissen von grösster Wichtigkeit ist. Da die Entstehungsursache Selbstentzündung des Heues, in diesem Fall unzweifelhaft ist, wurde mancher, der nie daran geglaubt hatte, davon überzeugt. Bemerkenswert ist nur, dass es Altheu war und verhältnismässig gut eingebracht wurde.

1916

7. Jan.: Brand in Steineck der Gd. Kirchstätt, vormittag 1/2 8 Uhr. Unsere Fw erschien nach ca. 20 Minuten am Brandplatze. Nach mehrstündiger anstrengender Arbeit rückte die Fw ab.
 
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Schlagzeilen

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch. 6.000 werden dBrände passieren zu Hause. adurch verletzt.Eine immer noch unterschätzte Gefahr ist die Rauchentwicklung. Rauchvergiftungen machen etwa 80 Prozent der Todesursachen bei Bränden aus. Rauchmelder retten Leben!