Freiwillige Feuerwehr Kienberg

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1900-1909

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1901

17. Juli: Brand in Arfling Gem. Emertsham durch Blitzschlag. Abends 9 Uhr 15, die Fw rückte rasch ab und erschien als erste am Brandplatz, mit Maschine und 40 Mann. Nachdem die Gefahr für die Nachbarschaft vorüber war und das Anwesen bereits zusammengefallen war, rückte die Wehr um 1/2 12 Uhr wieder ab.

15. Nov.: Brand in Trostberg durch Brandstiftung nachts 1 Uhr. Da telefonisch Hilfe angerufen wurde rückte die Fw sogleich ab und erschien ewas vor 3 Uhr am Brandplatz mit Maschine und ca. 20 Mann. 4 Wohnhäuser standen bereits in Flammen, ein 5. wurde soeben vom Feuer ergriffen. Überhaubt war der ganze untere Teil in Gefahr. Unsere Fw bekam sofort Aufstellung am Ufer der Alz zur Wasserlieferung an die Spritze Tacherting. Als die grösste Gefahr vorüber war rückte unsere Wehr wieder ab. 6 Uhr 50.

1902

30. Juli: Brand in Schmidham. 9 Uhr 30, die Fw rückte sofort ab und erschien um etwas nach 10 am Brandplatz mit Maschine und 30 Mann, die meisten mit dem Fahrrad. Die Fw rückte um 11 1/2 Uhr wieder ein.

1903

30. März: Brand in Schnaitsee, abends 8 Uhr abrücken, Ankunft etwas vor 11 Uhr. Es war ein schrecklicher Brand da bereits 7 Firste vom Feuer ergriffe waren. Auch der Turm der St Elisabethkirche stand bereits in Flammen. Durch den argen Wind war der östliche Teil des Dorfes noch in grosser Gefahr. Unsere Feuerwehr bekam sofort Aufstellung im Schulhofe, zuerst zur Benetzung des Dachstuhles am Kollerawesen, dann zur Wasserlieferung an die Spritze Honau. Als die grösste Gefahr vorüber war und auch Wassermangel eintrat rückte unsere Wehr wieder ab, 12 Uhr.

4. Mai: Brand in Kienberg, morgens 3 1/2 Uhr. In der einige Meter vom Wehrhause entfernten Holzremise der Privatiere Bernauer Hs.Nr. 3a brach wahrscheinlich durch Brandstiftung Feuer aus und stand in kurzer Zeit in Flammen. Die Fw trat mit ihren beiden Spritzen sofort in Aktion und dank der anstrengenden Tätigkeit derselben, konnte das Wohnhaus noch gelöscht werden, 7 Uhr morgens. Spritzenführer Mühlberger verbrannte sich beim Bespritzen des Wohnhauses die rechte Hand.

1904

20. Juni: Brand bei dem Bauern Peter Schhmidhuber in Ed, nachts 2 1/2 Uhr. Bei Anunkft der Fw war bereits das ganze Anwesen vom Feuer ergriffen. Man war darauf bedacht die Nachbarschaft zu retten, was auch mit Gottes Hilfe gelang. Im Einsatz: die 2. Spritze von Kienberg und von auswärts die Feuerwehren Kirchstätt, Emertsham, Schnaitsee und Peterskirchen und Feldkirchen in Reseve. Vorstand Seb Lahr und der Spritzenmann Josef Dirnreiter zogen sich bei den Rettungsarbeiten Verletzungen zu.

16. Okt: Brand bei dem Bauern Zenz in Mauern. Nachts 12 Uhr, durch einen sehr dichten Nebel schien der Brand viel weiter entfernt zu sein. Nur durch das Läten von Dachglocken bekam man die Gewissheit, dass der Brand wahrscheinlich noch in der Gemeinde sei. Es gelang das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Leider trat wegen ungenügender Reserven einige Zeit Wassermangel ein. Gegen 6 Uhr morgens konnte der Brand als gelöscht betrachtet werden.

11. Nov.: Brand in Altenham, nachmittags etwas vor 3 Uhr. Die Fw war nach 30 Minuten mit Spritze und 40 Mann vor Ort. Die Fw rückte nach einstündiger Arbeit wieder ab.

12. Dez.: Wasserfest zur Einweihung der Wasserleitung mit Feuerwehrübung.

1905

2. April: Brand in Schnaitsee, abends 9 Uhr. Da unsere Feuerwehr telegrafisch um Hilfe angerufen wurde, rückte selbe auch um 9 1/4 Uhr aus und kam nach kaum 1 Stunde Fahrzeit am Brandplatze an. Nach 1 1/2 stündiger Arbeit, durfte unsere Feuerwehr wieder abrücken, da der Brand auf seinen Herd beschräckt wurde.

28. Juli: Brand in Holzhausen bei dem Vorstand unserer Wehr, dem Bauern und Bürgermeister Seb Lahr abends 9 Uhr. Entstehung durch Blitzschlag. Bei Ankunft der Fw war das ganze Anwesen schon grössten Teils vom Feuer ergriffen. Da Wasser gespart werden musste, musste man sich darauf beschräcken einen nahestehenden Heustadel und das weitgelegene Anwesen des Mittermaierbauern zu schützen. Nachbarfeuerwehren: Kirchstätt, Emertsham, Obing und Schaitsee. Auch am folgenden Tag war die Fw noch in Tätigkeit.

31. Juli: Brand in Stein a.d. Traun. Unsere Feuerwehr telefonisch um Hilfe angerufen worden. Selbe rückte sofort, vormittag 9 1/2 Uhr, ab und erschien nach 1 Stunde am Brandplatz. Da auch sehr viele Radler hinfuhren, so dürften ca. 20 Mann dort eingetroffen sein. Es brannte ein Ökonomiegebäde des gräflichen Arco-Zinnebergischen Schlosses Stein. Ein Eingreifen war nicht mehr nötig. Für das hilfsbereite Erscheinen wurde der Feuerwehr von Herrn Graf v.u.z. Arco Zinneberg, der Dank ausgesprochen und eine Gratifikation von 20 M übersandt.

1906

15. Feb.: Brand in Kendling bei dem Bauern Heinrich Mossburner, nachmittag 3 Uhr. Unsere Fw war trotz schlechten Fahrens wegen Schnee in cirka 20 Miuten am Brandplatze.Das Feuer konnte auf den Entstehungsherd beschräckt werden und nur das Wohnhaus fiel dem Feuer zum Opfer.

15. Aug.: Beteiligung bei der Enthüllung des Marienbrunnens.

1907

9. Mai: Brand bei dem Güttler Johann Kappendobler zum Schneider in Mauern. Entstehungsursache: spielen eines 6 jährigen Knabens mit Zündhölzern. Unsere Fw rückte sofort ab, 6 Uhr 20. Beim Eintreffen, 6 Uhr 35, war fast das ganze aus Holz gebaute Haus schon vollständig vom Feuer ergriffen. Die näher wohnenden Mitglieder unserer Wehr hatten sich schon wacker an den Rettungsarbeiten und Räumarbeiten beteiligt. Gegen 9 Uhr konnte der Brand als gelöscht betrachtet werden. Das Haus konnte zum grossen Teil gerettet werden. Leider verbrannte ein 2 Jahre und 2 Monate altes aussereheliches Mädchen der ledigen Maria Kappendobler Schneidergüttlerstochter.

6. Nov.: Brand bei dem Bauern Michl Randlinger zum Kleinmaier in Kirchstätt, nachmittag 1 Uhr. Unsere Wehr half das schwer bedrohte Wohnhaus zu retten, was auch nach grosser Anstrengung gelang. Die übrigen drei Firste waren jedoch unrettbar verloren. Auch viel trug bei, dass unsere Wehr schnell zur Stelle war, dass die meisten Feuerwehrmänner zu Rad fuhren, infolgedessen auch die Spritze weniger belastet war und rascher fahren konnte. Ein späteres Eintreffen um vielleicht 5 Minuten, wäre in diesem Falle schon zuviel gewesen, da im Wasser gespart werden musste, zogen sich die Löscharbeiten ziemlich in die Länge und es konnte unsere Wehr erst spät abends wieder einrücken.

1908

4. Juli: Brand in Walhaiming bei dem Bauern Johann Huber abends 1/2 6 Uhr. Entsetehungsursache Blizschlag. Unsere Fw war nach ca. 20 Minuten Fahrzeit mit 50 Mann am Brandplatz. Nach 2 stündiger Arbeit konnte der Brand als gelöscht bezeichnet werden und die Fw rückte wieder ein. Abends 8 Uhr, das Mitglied Herr Lehrer Humpl wurde durch den Hufschlag eines Pferdes verletzt und erhielt aus der Landeskasse 46 M.

15. Aug.: Brand beim Güttler Ignatz Fischl, Weber v. Pößmoos. Entstehungsursache unbekannt. Die Fw war nach 15 Minuten am Brandplatz. Auch die zweite Löschmaschine wurde an den Brandplatz befördert und wurde dort in Tätigkeit gesetzt. Von Auswärts war die Feuerwehr Rabenden am Brandplatz erschienen. Der Brand konnte um 6 Uhr als gelöscht betrachtet werden.

22. Okt.: Brand bei Josef Grabmüller in Obing, mittags 12 Uhr. Ursache unbekannt. Unsere Fw traf nach 3/4 stündiger Fahrzeit am Brandplatze ein mit ca 30 Mann. Da es nicht mehr für nötig erachtet wurde in Tätigkeit zu treten, rückte selbe sofort wieder ein.

8. Dez.: Brand bei dem Bauern Johann Ballauf Trumbau, nachts 12 Uhr. Ursache vermutlich Brandstiftung. Die Fw rücte mit 2 Spritzen an den Brandplatz ab. Bei Ankunft standen Stall und Stadl schon in hellen Flammen, doch gelang es das Wohnhaus noch zu retten. Es waren 90 Mann der Ortsfeuerwehr, 30 Mann von Kirchstätt, 30 Mann aus Emertsham, 10 Mann von Feldkirchen, 40 Mann von Obing und 18 Mann von Honau am Brandplatze. Die Käte erschwerte die Löscharbeiten sehr. Gegen 6 Uhr morgens konnte der Brand der hauptsache nach als gelöscht betrachtet werden.

1909

25. Juli: Brand in Niederham bei Frabertsham, nachts 12 1/2 Uhr. Unsere Fw erschien mit 20 Mann am Brandplatz, wo selbst sie auch sofort in Tätigkeit trat, da die zwei grossen Anwesen zum Heinz und Schuster in vollen Flammen standen. Nach 2 stündiger Tätigkeit rückte die Fw wieder ab.
 
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Schlagzeilen

Viele Dinge die uns Erwachsenen das tägliche Leben erleichtern, sind für unsere Kinder eine Bedrohung. Dabei ist es sehr leicht möglich durch einfache Maßnahmen die eigene Umgebung sicherer zu gestalten. Elektrische Steckdosen sollten mit einer Kindersicherung versehen sein. Zu gerne amen die Kleinen ihre Eltern nach und stecken Gegenstände in die Öffnungen in der Wand. Bedenken Sie auch, dass Kinder an elektrischen Leitungen ziehen können und so an eine ungesicherte Steckdose gelangen können. Eingesteckte Leitungen, zum Beispiel für den Fernseher, sollten daher für Kinder nicht zugänglich sein.